Elektroauto - das ist nicht für mich, Teil 1, Plug-In-Hybrid vs. Diesel

Die Diskussionen darüber, ob Elektroautos oder Autos mit einem Verbrennungsmotor besser seien, legen sich seit Jahren nicht, sondern nehmen mit jeder Präsentation eines neuen Modells der bekannten Hersteller immer weiter zu.

Jeder potenzielle Käufer eines Neuwagens stellt sich wohl die Frage, ob ein Elektroauto eine ernst zu nehmende Alternative sei. Es ist durchaus bemerkenswert, dass das Angebot stetig wächst, doch wie attraktiv ist es denn?

In dem vorliegenden Artikel unternahm ich einen Versuch, die Fragen zu beantworten, die ich mir selbst gestellt hatte. Und ich hoffe, dass die Antworten, die ich gefunden hatte, auch für Sie hilfreich sein werden.

Vor gut einem Jahr war ich ziemlich unerwartet mit der Notwendigkeit eines Autokaufes konfrontiert. Ich stand vor der Aufgabe, dem Dienstwagen eine Alternative zu finden. Dabei wollte ich auf den Komfort nicht verzichten, wobei meine finanziellen Möglichkeiten nicht grenzenlos waren. Da ich Erfahrung mit sowohl einem Volvo als auch den Wagen der „großen Drei“ hatte, entschied ich mich für einen Volvo. Drei Modelle kamen ins Finale: Volvo V60 Hybrid, V60 D5 und V60 Cross Country D4 (der Gewinner). Zunächst bietet sich an, die unten folgenden allgemeinen (offiziellen) technischen Daten anhand der Tabelle zu vergleichen:

 

  V60 Plug-in-Hybrid
Summum 
V60 D5
Summum 
Differenz
Leistung / Elektro in kW   50    
 Leistung / Verbrenner in kW  162  165  
Kraftstoffverbrauch Elektro 13,3 kWh    
Kraftstoffverbrauch Diesel
(kombiniert)
?*  5,6 / 4,4 / 4,8   
Beschleunigung 0-100 6,1 (kombiniert) 7,7  
Gewicht 2048 1731  
Tankvolumen (L) 45 68 - 23
Gepäckraumvolumen  (L) 304 430 - 126
Modelljahr 2017 2017  
Preis (Euro) 59.410 47.530 + 11.880

 

*Es fehlen die Daten des Diesel Only, allerdings zeigen die unterschiedlichen Tests auf YouTube, dass der Kraftstoffverbrauch eines hybriden Autos mindestens um einen Liter größer ist als bei einem D5. Zum Vergleich zog ich die gleichen Versionen mit maximal ähnlicher Grundkonfiguration.  Dabei ergibt der endgültige Preisunterschied fast 12.000 Euro.

Für die weitere Beurteilung stelle man sich die folgende maximal realitätsnahe Situation vor:

  • Der Fahrzeugbesitzer fährt an vier Wochentagen zur Arbeit, legt dabei täglich über 130 km zurück (an 190 Tagen im Jahr, was ergibt: 190 Tage*130 km=24 700 km), der Großteil der Strecke führt durch die nicht sehr belastete Autobahn (was zur wesentlichen Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs führt, d.h. weniger als 5 l Diesel pro 100 km).
  • Da der Fahrzeugbesitzer gern reist, kommen mindestens 10 000 km pro Jahr für private Angelegenheiten hinzu.
  • Insgesamt beläuft sich die zurückgelegte Jahreskilometerzahl auf 35.000 km. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch im Jahr 2018 ergab 5,4 Liter/100 Kilometer. Für die Finanzierung von 35.000 km wurden 1890 l Diesel (35.000 km * 0,054 l) für die Summe von 2.300 € (der durchschnittliche Dieselpreis in der ersten Hälfte des Jahres 2019 in Westdeutschland betrug 1,22 €) ausgegeben.

 

Warum Plug-In-Hybrid (PHEV) keine Alternative bietet

1. Der Fahrzeugbesitzer wohnt in einem mehrstöckigen Haus und hat keine Möglichkeit die Batterie von Zuhause oder in unmittelbarer Nähe aufzuladen. Diese Möglichkeit besteht auf der Arbeit ebenfalls nicht.

2. Selbst wenn es eine solche Möglichkeit gäbe, einen Plug-In-Hybrid zu Hause aufzuladen, hätte eine Ladung nicht gereicht, um mit ihr zur Arbeitsstelle zu kommen, sodass man die restliche Hälfte der Strecke mit Kraftstoff bei einem Auto mit einem Gesamtgewicht von über 2 Tonnen fortsetzen müsste.

  • Man subtrahiere von der Gesamtstrecke von 130 km die 40 km, die man mit Strom fährt und der Restbetrag ergibt 90 km. Der Kraftstoffverbrauch liegt schon bei 6,4 l pro 100 km im Vergleich zu den ursprünglichen 5,4 l pro 100 km. Auf diese Weise erhält man bei einer Vergrößerung des Durchschnittsverbrauchs pro Liter für die Strecke zur Arbeit und zurück die folgende Rechnung :
    190 Arbeitstage pro Jahr * 90 km = 17.100 km
    17.100 km * 0,054 l pro km = 923 l * 1,22 € pro l = 1127 €
    17.100 km * 0,064 l pro km = 1094 l * 1,22 € pro l = 1335 € (d.h. 208 € pro Jahr teurer).
  • Die Kosten der Batterieladung bei 11,2 kWh: (11,2 kWh *0,30 € pro kWh ist der Normalpreis für „grüne“ Energie in Deutschland) = 3,36 €.
  • Insgesamt kostet die Strecke Heim – Arbeit, Arbeit – Heim:
    Diesel Only: 1627 € pro Jahr (190 Tage *130 km * 0,054 l * 1,22 €)
    Diesel Plug-In-Hybrid: 1973 € pro Jahr (1335 € + 638 €)
    Plus: 346 € pro Jahr – sind die zusätzlichen Ausgaben für Plug-In-Hybrid
  • Die Aufladung braucht von 3,5 bis 7,5 Stunden (an der häuslichen Steckdose). Wenn man die Ladezeit auf 3 Stunden reduzieren möchte, sollte man noch weitere 800 € investieren. lautet, dass es theoretisch schneller möglich ist: 220 Volts * 16 Ampere = 3520 Watts (d.h. 3,52 kW). Daraus lässt sich schließen, dass die Aufladung einer 11,3 kW starken Batterie nicht länger als etwas über 3 Stunden dauern könnte.

3. Die Kfz-Steuer eines hybriden Autos ist lediglich um 12 € günstiger (d.h. 228 € gegen 240 €).

4. Die Kosten der Kfz-Versicherung sind gleich (in meinem Fall Vollkasko 680 € jährlich).

5. Wertverlust. Ein 2-jähriges Hybridauto kostet beinahe identisch wie ein Dieselauto der gleichen Konfiguration (ein Modell aus dem Jahr 2017), was der Vergleich auf der Internetseite mobile.de ergab. Auf diese Weise verliert ein Volvo V60 Plug-In-Hybrid wesentlich mehr an Wert. Daraus lässt sich schließen, dass der Käufer keinen besonderen Vorteil einer solchen Grundausstattung sieht. Wie es um die anderen Autohersteller steht, weiß ich nicht.

6. Wie man sich vorstellen kann, kann die Wartung eines Plug-In-Hybrid-Autos sich nicht positiv von einem Dieselwagen unterscheiden.

7. Bei vielen Modellen befindet sich die Batterie zum Teil im Kofferraum, sodass der Umfang sowohl des Kofferraums als auch des Benzintanks reduziert wird und das Auto weniger attraktiv für Reiseliebhaber erscheint. So muss der Stauraum auf das Autodach erweitert werden muss, was zu weiterem Kraftstoff- und Kostenanstieg führt. Hinzu kommt, dass die Reduzierung des Tanks auf 22,5 l die Anzahl der Zwischenstopps und die Reisezeit vergrößert.

Zusammenfassend kann ich mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass in meiner persönlichen Situation die Anschaffung eines Plug-In-Hybrid-Autos sinnlos teuer und absolut unpraktisch ist. Allein für das Saldo (+11.880 €) könnte man 9.738 Liter (11.880 €/1,22 €) Diesel kaufen und damit über 180.000 km fahren!

Die modernen Modelle des Volvo verzichten auf Diesel-Elektro zu Gunsten von Benzin-Elektro. Eine solche Konfiguration vergrößert die Kosten wesentlich, da der Benzinverbrauch laut offiziellen Daten doppelt so hoch ist wie der des Dieselverbrauchs. Die tatsächlichen Kosten liegen noch höher, wenn man das Autogewicht berücksichtigt. Außerdem kostet der Benzin (in Deutschland) etwa 0,15 € teurer als Diesel.

 

Der Vergleich der aktuellen Volvo-Modelle VOLVO V60 Plug-in-Hybrid T8 AWD vs. T6 AWD

  V60 Plug-in-Hybrid
R Design 
V60 T6 AWD
R Design 
V60 D4 AWD
R Design 
 Leistung / Elektro in kW   65    
 Leistung / Verbrenner in kW  223  228  140
 Kraftstoffverbrauch Elektro  14,3 kWh    
 Kraftstoffverbrauch Diesel
(kombiniert)
 ?* 9,8/5,9/7,4  6,0/4,4/5,0 
 Beschleunigung 0-100  4,9 5,8   7,6
 Gewicht  2093 1903  1904 
 Tankvolumen (L)  60  60  60
 Gepäckraumvolumen  (L) 529 529 529
 Modelljahr 2019 2019 2019
 Preis (Euro) 60.350 53.650 52.700
 Preisdifferenz + 6700    

 

* leider führen die Hersteller keine Angaben bezüglich des reinen Benzinverbrauchs bei einem Wagen, der über 2 Tonnen schwer ist! Denn eine gemischte Fahrt ist in den ersten hundert Kilometern möglich und dann?

Es ist wichtig zu erwähnen, dass in den letzten Jahren der Preisunterschied wesentlich verringert wurde. Solche Parameter wie die Größe des Kofferraums oder des Benzintanks wurden bei Volvo ebenfalls verbessert. Doch die Batterieladung reicht nur für 40 km (offiziell 50 km), sodass ein solcher Wagen für tägliche Fahrten auf größere Strecken ungeeignet ist. Der tatsächliche Kraftstoffverbrauch übersteigt laut Aussagen der jeglichen YouTube-Blogger 10 l pro 100 km. Für mich persönlich bleibt ein Dieselauto nach wie vor die einzige Alternative.  

Volvo v60 Plug in Hybrid Vorderachse 2019

Volvo v60 Plug-in-Hybrid Modelljahr 2019, Vorderachse

Volvo v60 Plug in Hybrid Hinterachse 2019

Volvo V60 Plug-in-Hybrid Modelljahr 2019, Hinterachse

 

BMW 330e PLUG-IN-HYBRID vs. BMW 320i

Als ein weiteres Beispiel bietet sich der BMW 330e PLUG-IN-HYBRID mit dem BMW 320i. Laut offiziellen Daten soll die Batterieladung für 66 km reichen. Wie sieht es in der Realität aus?

 

  BMW 330e
Plug-in-Hybrid
BMW 320i Differenz
 Leistung / Elektro in kW   65    
 Leistung / Verbrenner in kW  135 135   
 Kraftstoffverbrauch Elektro  16,5 kWh    
 Kraftstoffverbrauch Diesel
(kombiniert)
?*   9,8/5,9/7,4   
 Beschleunigung 0-100 5,9  7,1   
 Gewicht  1815 1535  +280 
 Tankvolumen (L)  40 59   -19
 Gepäckraumvolumen  (L) 375  480  -105 
 Modelljahr  2019  2019  
 Preis (Euro) 51.550  39.950  +11.600 

 

 

Warum stellt ein vollelektrisches Auto (für mich) keine Alternative dar?

Zuallererst möchte ich versichern, dass die unten folgenden Argumente keine ultimative Wahrheit darstellen, sondern lediglich die Gedanken des Autors widerspiegeln.

1. Wie bereits oben erwähnt, wohne ich in einem mehrstöckigen Haus. Und so ergeht es der Mehrheit in Deutschland. Deshalb verfüge ich über keine Möglichkeit, mein Auto abends an den Strom anzuschließen. (An dieser Stelle lässt es sich bemerken, dass selbst wenn man ein eigenes Haus besitzt, heißt es nicht, dass man eine mit Strom ausgestattete Garage nachweisen kann.)

  • Selbst wenn ich die Möglichkeit hätte, ein Auto muss eine akzeptable Zeit lang laden, und nicht 8-10 Stunden.
  • Dafür wird der Kauf eines zusätzlichen Ladegeräts notwendig sein, das 800 Euro (exklusive der Montierung) kostet. Ich glaube nicht, dass die Montage eines solchen Ladegeräts in einer gemeinnützigen unterirdischen Garage ohne Erlaubnis des Hauseigentümers, einer Vereinbarung mit den anderen Mietern, sowie einer entsprechenden Begutachtung möglich wäre. Was passiert, wenn gleich mehrere Mieter sich ein Elektroauto anschaffen wollen? Hält die Stromleitung die entstehende Spannung aus?

2. Der Strom in Deutschland nicht der billigste und der Verbrauch von Elektrofahrzeugen mit komfortablem Fahrkomfort vergleichbar mit einem Dieselmotor, d.h. bis zu 30 kWh und mehr pro 100 km stellen kein Problem dar.

3. Wie sollen die Reiseliebhaber verkehren, wenn die Autobahnen über (noch) nicht ausreichend Ladestationen verfügen und sich dort Schlangen bilden? Ich betone an dieser Stelle, dass ich im Stande sein möchte, eine für mich bequeme Route selbst auszusuchen, und nicht dem vom Computer Tesla festgelegten Weg zu folgen oder mich der Strecke der IONITY-Ladestationen anzupassen.

  • Was passiert, wenn vor Ihnen bereits eine Schlange aus mehreren Autos steht und jedes mindestens eine Stunde laden muss?
  • Wie viele Stunden (oder Tage) braucht man für eine Reise nach Kroatien, zum Beispiel? Meinen Wagen kann ich mit 72 L (offiziell 68L) Treibstoff tanken und mit einem ruhigen Tempo von 130 km/h 1.300 km zurücklegen, ohne nachtanken zu müssen.
  • Was passiert, wenn man in einem mehrstündigen Stau steht und die Außentemperatur bei über 35°C liegt? Was tun, wenn die Batterie leer geht?
  • Wie soll man reagieren, wenn die Straße im Winter zugeschneit wird und man sich auf einer Bergstraße in Österreich oder in der Schweiz befindet?
  • Im Moment schaffe ich es (wenn es sein muss) von Köln nach München in 4 Stunden (600 km). Wie viel Zeit brauche ich für die gleiche Strecke mit einem Elektroauto? Zum Beispiel, wenn man es mit einem Audi e-tron versuchen möchte, verbraucht man 46 kWh bei mittlerer Geschwindigkeit von 140 km/h und die volle Ladung reicht für ca. 175 km. Wie lange fährt man dann nach München mit einer angeschalteten Klimaanlage?

Vermutlich wäre ein Elektromobil oder ein Plug-In-Hybrid eine optimale Lösung, wenn Sie in einem eigenen Haus mit Solaranlagen leben, Ihr Arbeitsweg durch die Stadt führt und Sie ca. 20-30 km pro Tag fahren (laut einer Studie aus dem Jahr 2017beträgt der durchschnittliche Arbeitsweg in Deutschland 17 km). Viele Besitzer eines Elektroautos  erzählen stolz, dass sie täglich die Welt retten und tragen spürbar dem Umweltschutz bei. Wäre es in diesem Fall nicht sinnvoller, sich ein e-Bike oder e-Scooter anzuschaffen und seinen Beitrag in der Tat leisten?

Die Vorteile eines Elektroautos

Wenn man alle im vorausgegangenen Absatz aufgeführten Bedingungen einhält, so weist ein Elektroauto theoretisch wesentlich niedrige Unterhaltskosten auf. Doch es hängt von Dauer und Intensität der Nutzung ab. Warum spreche ich von Theorie? Ganz einfach, weil es keine Daten eines langfristigen Gebrauchs existieren. Man kann es ja nicht mit einem Oberleitungsbus vergleichen. Und im Netz existierende Erfahrungswerte von einigen Tesla-Besitzern aus USA sind nicht eins zu eins übertragbar.

Ich vermute, dass das Elektroauto in den folgenden zwei Punkten führt, aber die weiteren drei sind umstritten:

1. Jährliche Wartung und Inspektion eines Dieselfahrzeuges (Volvo V60 Cross Country, 190 PS, Motorcode: D4204T14)

Die untere Tabelle beinhaltet die Wartungskosten ohne Zusatzarbeiten (inkl. notwendigen Originalteile) bei einem autorisierten Volvo Partner.

 Kilometerstand  30. 000   60. 000   90. 000   120. 000   150. 000   180. 000   210. 000   240. 000   
 Summe  350 €  480 €  350 €  480 €  900 €  480 €  350 €  480 €  3870 €
 Jahr  1  2  3  4  5  6  7  8  
 Insgesamt: 3870 € in acht Jahren, 483,75 € pro Jahr.

 

"In der folgenden Tabelle sind die maximalen Wechselintervalle aufgeführt, in denen die Teile gefahren werden können. Diese Angaben gelten für Märkte mit einem Wartungsintervall von 30.000 km/18.000 Meilen oder einem Jahr. Im Falle eines altersabhängigen Artikels ist der Artikel auszuwechseln, wenn entweder die Laufleistung oder das Alter erreicht wurde." - offizielle Herstellerangabe. Der verschleißbedingte Austausch von Bremsbelägen und Bremsscheiben ist vom Fahrstil abhängig und wird nicht berücksichtigt.

 Bezeichnung  Maximales Intervall 
 Pollenfilter (Innenraum) wechseln   30. 000 km
 Motoröl 0W-20 / Ölfilter wechseln   30. 000 km
 Luftfilter Motor wechseln  60. 000 km
 Kraftstofffilter wechseln  60. 000 km
 Nockenwellenriemen und Nebenaggregateriemen, 
 Spanner und Umlenkrolle für Nebenaggregateriemen
austauschen
 150. 000 km
Bremsflüssigkeit ersetzen (optional) Es wird empfohlen jedes zweite Jahr zu wechseln

 

2. Jährliche Wartung und Inspektion eines Elektrofahrzeuges.

Da ein Elektroauto alle die oben genannten Komponenten nicht besitzt, so beläuft sich seine jährliche Wartung vermutlich auf 100 €. Aber es ist möglich, dass die Elektromobilhersteller die alljährliche Wartung auf zwei Jahre ausweiten. Laut offiziellen Angaben auf der deutschen Tesla-Webseite sind keine jährliche Inspektionstermine mehr notwendig. Die Servicekosten und die Reparatur des Fahrwerks bleiben unverändert sowie die Wartungskosten, die alle zwei Jahre anstehen.

3. Ladekosten. Die Stromladekosten sind sehr unterschiedlich und lassen sich pauschal nicht vergleichen.
4. Kfz-Steuer. Ich halte es nicht für zweckmäßig zu glauben, dass der bestehende Steuersatz, der gleich Null ist, auf Dauer bestehen bleibt.
5. Kfz-Restwert. Auch diese Frage ist sehr individuell, da die Elektroautos nicht so lange existieren.

 

Das Wichtigste ist der Preis.

Aktuell mangelt es an vollwertigen Elektroautos aus dem D-Segment. Ich halte es für unangebracht, den Tesla Model S (Model 3) mit dem Audi A4 Avant oder den BMW der 3er Touring mit dem Mercedes der Klasse C T-Modell zu vergleichen. Die reale Marktsituation sieht so aus, dass es kein vollwertiger Familienwagen auf dem Markt existiert. Ich bezweifele nicht, dass es früher oder später einen geben wird. Doch wenn man von heutigen Gegebenheiten ausgeht, stellt ein Elektroauto „einen Luxus und kein Fortbewegungsmittel“ dar. Diejenigen, die im Stande sind, die unten aufgeführten Summen zu zahlen, gehören offensichtlich nicht zu den durchschnittlichen Verdienern, sodass die Unterhaltungskosten für diese Käuferkategorie keine Rolle spielen.

In dieser Liste verdient der Mercedes ein besonderes Lob für die bezahlbaren Preise. In einer überaus guten Ausstattung kostet der Wagen weniger als 85.000 €, während seine Konkurrenten mit Leichtigkeit die Hunderttausender Grenze überschreiten können. Kurzum, Autos für „jedermann“! Glauben Sie denn, dass die Käufer der genannten Modelle in erster Linie sich um die Umwelt kümmern?

Übrigens, warum muss ein Elektroauto deutlich teurer als ein Benzin- oder Dieselauto sein?

  • Im Gegensatz zu Tesla war es weder für Audi noch für Mercedes notwendig, eine Fabrik zur Elektroautoproduktion zu bauen. Sie benutzen die bereits vorhandenen Kapazitäten.
  • Faktisch betrachtet wurde kein Elektroauto neu erfunden, angefangen mit der Karosserie bis hin zum Autoinnenraum. Er wurde lediglich an die Ausstattung mit der Batterie und dem Elektromotor angepasst. Wobei die eingesetzten Komponenten vereinheitlicht und ersetzbar sind.
  • Wiederum, im Gegensatz zu Tesla, braucht kein großer Hersteller, die Lieferanten der Bau- und Ersatzteile zu suchen. Der gesamte Kreislauf ist vollkommen angepasst.
  • Es ist verständlich, dass die Batterie nicht wenig kostet, doch die Gesamtzahl der Komponenten ist bedeutend reduziert.

Der Preis eines Tesla-Wagens beinhaltet eine Vielzahl von Arbeitsschritten, über die ein erfolgreicher Autohersteller nicht verfügt, angefangen von der Entwicklung from scratch bis hin zu Fabrikbau, Personal- und Lieferantensuche etc. Muss ein Elektroauto also so teuer sein?

 

Weiter zum Teil 2 -  deutsche Automobilindustrie, Umweltverschmutzer, Naturliebe


Russischsprachige Version des Artikels:  Электромобиль — это не для меня

 

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