Konfiguration SQL Server 2017 Standard Basic Availability Groups für XenDesktop 7.x- Teil 1

Hier finden Sie eine kurze Anleitung, wie man die SQL Basic Availability Groups installiert und als Basis für die Citrix Infrastruktur bereitstellt. Die Basis-Verfügbarkeitsgruppen sind in der Standard Version des SQL Servers enthalten.

Die BAG kann georedundant betrieben werden, sodass die Cluster-Knoten an verschiedenen Standorten platziert werden können. Die mögliche Entfernung der Standorte voneinander ist von der Latenzzeit anhängig. Es spielt auch eine wichtige Rolle, wie intensiv die Datenbank zugegriffen wird. Genau wie der große Bruder „AlwaysOn Availability Groups (AG)“ verwenden die BAGs zu grundlegende Microsoft Clustering Technologie.

Die Architektur der beiden Lösungen ist in gewissermaßen ähnlich. Genau wie bei einer Datenbankspiegelung besteht die Umgebung aus zwei Instanzen mit lokalem Speicher, eine Primary-Datenbank und eine Secondary Datenbank.

DB Mirroring vs BAG

SQL Mirroring vs. SQL Basic Availability Groups

Ein Listener (Virtual Network Name, VNN), ist ein virtueller Netzwerkdienst (DNS-Name und dazugehörige IP-Adresse), der den Zugriff auf die zentrale Cluster-Adresse steuert und leitet die Kommunikation an die aktive primäre DB weiter.

EinschränkungenDB BAG Groups

Jede Verfügbarkeitsgruppe, die Sie erstellen, kann nur eine Datenbank enthalten. Wenn man mehrere Datenbanken benötigt (wie auf dem rechten Bild), sollte man auch mehrere Verfügbarkeitsgruppen einrichten. Es ist möglich für jede Gruppe einen eigener Listener zu konfigurieren. Die Anzahl von möglichen BAGs ist unbegrenzt. Die sekundäre Datenbank ist nur lesbar und es lässt sich auch kein Snapshot der sekundären Datenbank erstellen.

Vorbereitung:

1. SQL – Service Account erstellen (muss Mitglieder der Gruppe Lokale Administratoren auf jedem SQL-Server sein).
2. Ein DNS Name und eine IP-Adresse für den Cluster werden benötigt.
3. Eine Organisationseinheit für den DB-Server erstellen und die Computer-Konten in die OU verschieben.

Disks / Partitionierung des SQL-ServersDB Disks

Wenn Sie den DB-Server in einem produktiven Betrieb verwenden, sollten mehrere Partitionen zwecks Performance einrichten:

1. System Windows 2016 Betriebssystem
2. SQL DB (für Datenbanken)
3. DB-Logs (für Transactions-Logs)
4. DB-Temp (für temporäre Datenbanken)

Verwenden Sie keine Dynamische Partition (Thin Provisioning), da diese negative Auswirkungen auf die Performance haben können. Die Verwendung von separaten Datenträger (RAIDs) pro Workload ist zu empfehlen.

Konfigurationsschritte

Die Installation und Konfiguration lässt sich in folgende Schritte unterteilen:

1. zwei Server vorbereiten.
2. Failoverclustering - Feature installieren (auf beiden Servern)
3. Cluster Validierung durchführen
4. Cluster einrichten
5. Ordner Freigabe inkl. Berechtigung einrichten (File Share)
6. Berechtigung für OU anpassen
7. DNS – Berechtigung anpassen
8. In DNS einen Host Eintrag erstellen
9. Cluster Quorum konfigurieren
10. SQL Datenbank Software installieren (auf beiden Servern)
11. SQL Management Studio installieren


Failovercluster Installation-Konfiguration

Meine Test-Umgebung ist wie folgt aufgebaut:

- SQL2017S-01 - ist der Primary DB-Knoten
- SQL2017S-02 - ist der Secondary DB-Knoten
- DC2016 - der Server hat eine Witness-Role, auf dem Server wurde eine FileShere Freigabe eingerichtet

1. OU erstellen

SQL 2017 Cluster OU

2. Cluster Feature installieren

oder per PowerShell: Install-WindowsFeature -Name Failover-Clustering -IncludeManagementTools

01 SQL Cluster

 Install..

02 SQL Cluster 2017

3. Fileover Cluster Manager starten

03 SQL Cluster 2017

4. Wir überprüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen für ein Cluster erfüllt sind.
Actions > Validate Configuration starten

04 SQL Cluster 2017

5. Beide zukünftige Cluster-Knoten hinzufügen

05 SQL Cluster 2017

6. Die empfohlene Option auswählen, weiter…

06 SQL Cluster 2017

Weiter...

07 SQL Cluster 2017

7. Der Validierungstest zeigt zwar einige Schwachstellen (wie z.B. Shared Storage, fehlende Netze, MPIO). Diese sind für unsere Anforderungen nicht relevant.

08 SQL Cluster 2017

8. Create Cluster...

09 SQL Cluster 2017

Weiter...

10 SQL Cluster 2017

9. Beide zukünftige Cluster-Knoten eintragen

11 SQL Cluster 2017

10. Cluster-Name und IP-Adresse der Cluster eintragen. Es wird auf Basis dessen ein Computerkonto in AD (in OU mit beiden Cluster) erstellt. Im Gegensatz zum Cluster-Name erstellt der Wizard den Host-Eintrag im DNS nicht automatsch.

12 SQL Cluster 2017

Weiter...

13 SQL Cluster 2017

10. Der Wizard ist abgeschlossen. In dem erstellten Report können Sie die Konfiguration verifizieren.

14 SQL Cluster 2017

11. Falls Sie die folgende Fehlermeldung sehen: Event ID: 1257 „Cluster network name resource failed registration of one or more associated DNS names(s) because the access to update the secure DNS Zone was denied.” liegt es daran, dass der Cluster-Name noch nicht registriert ist.

15 SQL Cluster 2017

Ein Computerkonto in AD wurde erstellt.

16 SQL Cluster 2017

12.1 Einen freigegeben Ordner erstellen.

17 SQL Cluster 2017

Legen Sie die Freigabeberechtigungen wie folgt fest:

 NTFS und Share Berechtigung 

Benutzername Berechtigung  
Service Account (SQL)
Vollzugriff  
Cluster Account
Vollzugriff  
Administratoren Vollzugriff  
System Vollzugriff  

12.2

18 02 SQL FileShare

13.1 Auch in AD soll das Cluster-Computerobjekt die Rechte zum Erstellen von Computerobjekt-, und DNS-Objekten bekommen.

> rechte Maustaste > Eingenschaften

19 Permitions DNS

13.2 Registerkarte Sicherheit (Security)

19 SQL FileShare

13.3

20 Permitions DNS

13.4 Cluster-Object auswählen

21 Permitions DNS

13.5 Eingenschaften anpassen

22 Permitions DNS

13.6 Erstellen von Computerobjekten

23 Permitions DNS

14.1 Cluster-Computerkonto benötigt auch die Rechte zum Erstellen von DNS-Objekten.
DNS-Manager starten > Forward-Lookupzone > Domäne > rechte Maustaste > Eigenschaften

24 Permitions DNS

14.2 Konto hinzufügen

25 Permitions DNS

15. Ein DNS-Eintrag (A-Host) erstellen

00 DNS A Host Cluster

 

Cluster Quorum einrichten

16.1  Rechte Maustaste auf dem Cluster > More Actions > Configure Cluster Quorum Settings

26 Cluster Quorum

16. 2 Weiter...

27 Cluster Quorum

16.3 Quorum witness auswählen

28 Cluster Quorum

16.4 Option "Configure a file share witness" auswählen

29 Cluster Quorum

16.5 Servername eingeben > Show Sharen Folder > freigegeben Ordner auswählen > OK (Punkt 12)

30 Cluster Quorum

16.6 Weiter...

31 Cluster Quorum

16.7 Weiter...

32 Cluster Quorum

16.8  Finish

33 Cluster Quorum

 Die Konfiguration ist abgeschlossen 

34 Cluster Quorum

 

 Installation SQL Server

1. Installation starten

01 SQL 2017 Install

2. Weiter...

02 SQL 2017 Install

3. Weiter...

03 SQL 2017 Install

4. 

04 SQL 2017 Install

5.

05 SQL 2017 Install

6.  Database Engine Services und SQL Server Replication, sowie weitere Features nach Bedarf auswählen. Da es sich um einen Test-Server handelt, wird hier ein Standard-Speicherort ausgewählt

06 SQL 2017 Install

7. Bei Bedarf anpassen, sonst weiter...

07 SQL 2017 Install

8. Für SQL Server Agent und SQL Server Database Engine den Service-Name auswählen und das Passwort eingeben. 

08 SQL 2017 Install

9.1. Ich habe hier die empfohlene Collation für SCCM ausgewählt. Die empfohlene Citrix-Collation Latin1_General_100_CI_AS_KS lässt sich bei der DB-Erstellung anpassen.

09 SQL 2017 Install

9.2

10 SQL 2017 Install

10. 

11 SQL 2017 Install

11. Installation starten und den Speicherort der Konfigurationsdatei merken, diese wird für die Installation des zweiten SQL-Servers benötigt.

 12 SQL 2017 Install

12. Die Installation auf den ersten SQL-Server wurde erfolgreich abgeschlossen.

 13 SQL 2017 Install

13. Installieren Sie den zweiten SQL-Server. Zur Vereinfachung nutzen Sie die Konfiguration-Datei (ConfigurationFile.ini, Punkt 11)

2 SQL Server

14. SQL Server Management Studio

Die SQL Server Management Studio kann unter folgendem Link heruntergeladen werden. Führen danach die Installation aus.

Herunterladen von SQL Server Management Studio 17.3

Überprüfen Sie, ob die aktuelle Updates für SQL-Server vorhanden ist.

15. Passen Sie die Eigenschaften des SQL Server Services auf beiden Server an.

Registerkarte > AlwaysOn High Availability > Enable AlwaysOn Avalibility Groups

SQL Server Services

Fortsetzung folgt...

 

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